Wandern in Frankreich 2026 – was sich lohnt, was sich verändert hat

Wandern in Frankreich 2026 – was sich lohnt, was sich verändert hat Frankreich ist kein neues Wanderland. Aber 2026 fühlt es sich an vielen Stellen anders an als noch vor zehn Jahren. Routen wurden umgelegt, Hütten modernisiert oder geschlossen, ganze Regionen haben still und leise nachgezogen. Wer heute in Frankreich wandert, bewegt sich in einem gewachsenen System. Mit Brüchen. Und mit sehr viel Substanz. Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die nicht nur „mal ein bisschen laufen“ wollen. Sondern ernsthaft planen. Mehrtägig, mit Karte, mit Anspruch. Kurzer Überblick: Warum Frankreich für Wanderer relevant bleibt Frankreich verfügt über rund 180.000 km markierte Wanderwege , davon etwa 65.000 km als GR-, GRP- und PR-Wege (Grande Randonnée). Das ist kein Marketingwert, sondern Alltag. Selbst abgelegene Regionen sind oft sauber markiert, gepflegt und kartografiert. 2026 besonders relevant: stabile Infrastruktur im Vergleich zu vielen anderen europäischen Wanderländern g...

Wandern im Naturparadies Saja-Besaya: Routen, Schwierigkeitsgrade und Expertentipps

Wandern im Naturparadies Saja-Besaya: Routen, Schwierigkeitsgrade und Expertentipps

 

Einleitung

Im Herzen Kantabriens, im grünen Norden Spaniens, erstreckt sich eines der eindrucksvollsten Naturreservate der Iberischen Halbinsel: das Parque Natural Saja-Besaya. Mit über 24.000 Hektar ursprünglicher Wälder, wilden Flusstälern und einem dichten Netz an Wanderwegen bietet das Schutzgebiet ein ideales Terrain für anspruchsvolle wie entspannte Wanderer. Der Nationalpark verbindet ökologische Vielfalt, geologische Schönheit und kulturelle Authentizität – ein seltenes Zusammenspiel, das Outdoor-Enthusiasten zu schätzen wissen.

In diesem Beitrag präsentieren wir Ihnen ausgewählte Wanderrouten, eingestuft nach Schwierigkeitsgrad, mit Dauerangaben und detaillierten Tipps für Ihre Planung. So wird Ihre Wanderung im Saja-Besaya nicht nur ein Naturerlebnis, sondern ein sicheres und nachhaltiges Abenteuer.


Das Naturschutzgebiet Saja-Besaya: Ein Überblick

Gegründet 1988, umfasst der Parque Natural Saja-Besaya die Flussgebiete des Río Saja und seines Nebenarms Río Besaya. Die Landschaft ist geprägt von Laub- und Mischwäldern – insbesondere Rotbuchen, Steineichen und Kastanienbäumen –, durchzogen von tief eingeschnittenen Tälern und sanften bis steilen Höhenzügen, die sich auf Höhenlagen von 200 bis über 1600 Meter erstrecken.

Das Gebiet beherbergt eine reiche Tierwelt: Wildkatzen, Hirsche, Schwarzspechte und mit etwas Glück sogar Braunbären oder Königsadler sind hier zu Hause. Es ist eines der letzten intakten Ökosysteme im kantabrischen Raum.


Wanderrouten im Saja-Besaya: Auswahl & Bewertung

Wir haben für Sie fünf der beliebtesten und landschaftlich reizvollsten Wanderwege zusammengestellt. Sie unterscheiden sich in Dauer, Schwierigkeitsgrad und Erlebniswert. Alle Wege sind markiert, jedoch empfiehlt sich die Mitnahme eines GPS-Geräts oder einer zuverlässigen Wanderkarte.


1. Ruta de la Braña Vieja

  • Schwierigkeitsgrad: Leicht

  • Dauer: ca. 2,5 Stunden

  • Länge: 6,8 km

  • Höhenmeter: ca. 250 m

  • Startpunkt: Puerto de Palombera

  • Beste Jahreszeit: Frühjahr bis Herbst

Diese Route ist besonders gut für Familien oder Anfänger geeignet. Sie führt durch offenes Weideland mit herrlichem Panoramablick und schattigen Waldabschnitten. Unterwegs informieren Schautafeln über Flora, Fauna und traditionelle Almwirtschaft (Brañas).

Besonderheiten:

  • Picknickplätze entlang des Weges

  • Aussichtspunkt mit Blick über das Tal des Río Saja


2. Sendero de los Puentes del Río Infierno

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • Dauer: 3 Stunden

  • Länge: 8,5 km

  • Höhenmeter: ca. 400 m

  • Startpunkt: Bárcena Mayor

  • Beste Jahreszeit: Ganzjährig

Die „Brückenroute des Höllenflusses“ folgt dem wildromantischen Verlauf des Río Infierno. Zahlreiche Holzbrücken überqueren das Gewässer, das mit seinen Stromschnellen und Wasserfällen an norwegische Fjorde erinnert.

Besonderheiten:

  • Bademöglichkeiten an natürlichen Becken im Sommer

  • Historisches Dorf Bárcena Mayor (UNESCO-Kulturerbe)


3. Ruta de los Cañones del Alto Besaya

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel bis schwer

  • Dauer: 5 Stunden

  • Länge: 12,7 km

  • Höhenmeter: 650 m

  • Startpunkt: Nähe von Reinosa

  • Beste Jahreszeit: Spätsommer und Herbst

Die Cañones-Route führt durch die felsigen Schluchten des oberen Besaya-Tals. Hier finden sich seltene Moose, Adlerfarnwälder und spektakuläre Felsformationen. Der Pfad ist technisch anspruchsvoll, jedoch gut instand gehalten.

Besonderheiten:

  • Möglichkeit zur Vogelbeobachtung (u. a. Schmutzgeier)

  • Botanische Highlights: wilde Orchideen im Frühherbst


4. Camino del Monte Ucieda

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • Dauer: 4 Stunden

  • Länge: 10 km

  • Höhenmeter: 500 m

  • Startpunkt: Ucieda

  • Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst

Ein Rundwanderweg durch die Buchenwälder im westlichen Teil des Parks. Alte Eselswege, historische Brücken und bewaldete Höhenzüge prägen diesen Weg. Der Ausgangspunkt liegt am Picknickplatz "La Casa del Monte", einem beliebten Wochenendziel.

Besonderheiten:

  • Ehemalige Schäferhütten entlang der Route

  • Ideal für Wanderer mit Hund (Wasserstellen vorhanden)


5. Ruta Pico Iján

  • Schwierigkeitsgrad: Schwer

  • Dauer: 6–7 Stunden

  • Länge: 14,5 km

  • Höhenmeter: über 950 m

  • Startpunkt: Collado de Sejos

  • Beste Jahreszeit: Sommer bis Frühherbst

Für erfahrene Wanderer ist der Anstieg zum Pico Iján ein Muss. Der Gipfel auf 2083 m bietet eine überwältigende Rundumsicht auf Kantabrien, die Picos de Europa und bei klarer Sicht sogar bis zum Kantabrischen Meer. Die Tour erfordert gute Kondition und Trittsicherheit.

Besonderheiten:

  • Tierbeobachtung: Gämsen und Königsadler

  • Atemberaubender Ausblick vom Gipfelplateau


Planung & Sicherheit

Wetterbedingungen beachten:
Das Klima in Saja-Besaya ist ozeanisch mit schnellen Wetterumschwüngen. In höheren Lagen kann es auch im Sommer empfindlich kalt werden. Eine genaue Wettervorhersage und das Beachten lokaler Warnungen sind essenziell.

Ausrüstungsempfehlung:

  • Wanderschuhe mit gutem Profil

  • Trekkingstöcke bei mittleren und schweren Routen

  • Genügend Wasser (min. 2 Liter/Person)

  • Karte/Offline-GPS, Kompass

  • Erste-Hilfe-Set, Pfeife, Taschenlampe

  • Sonnen- und Regenschutz

Navigation:
Die meisten Routen sind gut beschildert, dennoch empfiehlt sich eine App wie Wikiloc oder Komoot mit Offline-Funktion. Papierkarten erhalten Sie im Besucherzentrum Centro de Interpretación del Parque Natural Saja-Besaya bei Los Tojos.


Nachhaltigkeit und Naturschutz

Das Schutzgebiet Saja-Besaya unterliegt strengen ökologischen Auflagen. Um die Natur langfristig zu bewahren, bitten wir alle Wanderer um Rücksichtnahme:

  • Bleiben Sie auf den markierten Wegen

  • Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit

  • Kein offenes Feuer

  • Hunde bitte anleinen

  • Keine Pflanzen pflücken oder Tiere füttern

  • Achten Sie auf saisonale Sperrungen (z. B. zur Brunftzeit)

Ein respektvoller Umgang mit Flora und Fauna ist die Grundvoraussetzung, um dieses Naturerbe auch kommenden Generationen zugänglich zu machen.
( Mehr interessante Artikel zum Thema Naturschutz: regenwald.online)


Tipps vom Profi: Das sollten Sie beachten

  • Früh losgehen: Die meisten Wege sind tagsüber stark frequentiert. Frühmorgens erleben Sie mehr Ruhe – und bessere Chancen auf Wildtierbeobachtungen.

  • Wasser auffüllen: In Bárcena Mayor, Ucieda und am Collado de Sejos gibt es Wasserquellen. Dennoch empfehlen sich eigene Vorräte.

  • Routen kombinieren: Viele der genannten Wege lassen sich zu Tagestouren oder Mehrtagestouren kombinieren – ideal für Trekkingfreunde mit Zelt.

  • Lokale Gastronomie: Probieren Sie regionale Spezialitäten wie Cocido Montañés nach der Wanderung – z. B. im Mesón La Jontana in Bárcena Mayor.


Fazit: Saja-Besaya – ein Geheimtipp für Wanderfreunde

Das Naturschutzgebiet Saja-Besaya ist ein Eldorado für alle, die ursprüngliche Natur, anspruchsvolle Wanderwege und kulturelle Authentizität suchen. Dank gut markierter Routen, unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und beeindruckender landschaftlicher Vielfalt eignet sich der Park sowohl für Tagesausflüge als auch für ausgedehnte Wanderurlaube.

Wer Ruhe, Wildnis und die tiefe Verbindung zur Natur sucht, wird in Saja-Besaya mehr finden als nur Wanderwege – nämlich ein echtes Naturerlebnis.


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