Wandern im Februar: Ruhe, Winterlicht und überraschend viele Möglichkeiten

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Wandern im Februar: Ruhe, Winterlicht und überraschend viele Möglichkeiten Einleitung & Hintergrund Wandern im Februar klingt für viele nach klammen Fingern, kurzen Tagen und Wegen, die man besser meidet. Gleichzeitig ist der Februar einer der unterschätztesten Wander­monate überhaupt. Die Natur ist stiller, die Wege leerer, und wer bereit ist, sich ein wenig anzupassen, bekommt etwas, das in der Hochsaison kaum noch existiert: Raum. Raum zum Gehen, Denken, Beobachten. Historisch war das Wandern in Mitteleuropa lange stark saisonal geprägt. Frühling und Sommer galten als die „richtigen“ Wanderzeiten, der Winter eher als Pause. Erst mit besserer Ausrüstung, präziseren Wetterdaten und einem wachsenden Bedürfnis nach naturnaher Erholung jenseits der Hauptsaison hat sich das langsam verschoben. Heute ist der Februar kein Randmonat mehr, sondern eine bewusste Entscheidung. Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die bereits wandern, nicht an absolute Einsteiger. An alle, die sich...

Tagebuch einer Wanderung entlang der Pazifikküste Ecuadors: Von Manta nach Crucita

Tagebuch einer Wanderung entlang der Pazifikküste Ecuadors: Von Manta nach Crucita


Tag 1 – Ankunft in Manta

Ich kam frühmorgens in Manta an – die Sonne war noch nicht ganz über dem Horizont, aber die Stadt war bereits wach. Gestartet bin ich gestern aus Riobamba. Manta ist quirlig, etwas chaotisch, und gleichzeitig direkt am Ozean gelegen. Perfekt als Ausgangspunkt für mein Vorhaben: zu Fuß die Küste entlang, immer Richtung Norden, mit Crucita als Ziel.

Ich hatte keine genaue Route geplant – nur Etappenziele und genügend Wasser. Mein Rucksack war leicht, die Wanderschuhe eingelaufen, und meine Stimmung irgendwo zwischen neugierig und aufgeregt. Ich war schon einmal hier, genauer gesagt 2009 und habe echt schöne Erinnerungen an damals.


Tag 2 – Von Manta nach Santa Marianita (ca. 15 km)

Die ersten Kilometer führen durch den südlichen Stadtrand. Der Verkehr bleibt noch ein Stück hörbar, dann endlich: Sand, Wind, Weite. Der Pfad führt größtenteils am Strand entlang. Die Sonne brennt kräftig, obwohl es erst Vormittag ist. Wer hier laufen will, sollte früh starten und auf jeden Fall Sonnenschutz einpacken.
Ich habe leichte Blasen an den Füßen, aber kleine Pausen mildern den Schmerz.

Santa Marianita ist ein kleines, ruhiges Dorf. Bekannt ist es unter Kitesurfern – und das merkt man: bunte Schirme in der Luft, entspannte Stimmung. Ich übernachte hier in einer einfachen Unterkunft mit Blick auf den Pazifik. Am Abend spaziere ich barfuß den Strand entlang – Füße im Wasser, Gedanken irgendwo zwischen Salzluft und Erschöpfung. Das tut richtig gut.


Tag 3 – Santa Marianita bis San Lorenzo (ca. 18 km)

Der Weg wird wilder. Zwischen Küste und grünem Hinterland wechselt das Terrain. Ich laufe auf Pfaden durch trockene Hügellandschaft, manchmal direkt an den Klippen entlang. Trittsicherheit ist hier wichtig – kein ausgeschildeter Wanderweg, sondern eher ein Abenteuerpfad.

San Lorenzo ist winzig. Kaum Infrastruktur, aber freundlichste Menschen. Ich komme mit einem älteren Fischer ins Gespräch, der mir vom Leben hier erzählt: ruhig, einfach, naturverbunden. Ich zelte heute direkt am Strand. Keine Lichter, nur Wellen und Sterne.


Tag 4 – San Lorenzo bis Crucita (ca. 20 km)

Die letzte Etappe ist gleichzeitig die anstrengendste. Steigungen, sandige Abschnitte und eine konstante Hitze. Aber die Landschaft macht alles wett: Kakteen, Vogelrufe, und immer wieder der Blick aufs Meer.

Kurz vor Crucita ragen bunte Häuser an den Hang, Gleitschirmflieger kreisen über mir – ein Ort, der anders wirkt als die vorherigen. Lebendiger, touristischer, aber dennoch ursprünglich.

Ich erreiche Crucita gegen Nachmittag. Ein kaltes Getränk, ein einfaches Essen und ein Sonnenuntergang auf der Ufermauer – perfekter Abschluss.


Fazit:

Die Wanderung von Manta nach Crucita ist keine klassische Trekkingtour mit Wegmarkierungen und Infrastruktur. Aber sie ist ehrlich, intensiv und landschaftlich unglaublich abwechslungsreich.

Strecke insgesamt: ca. 50–55 km
Etappen: 3–4 Tage, je nach Kondition
Schwierigkeitsgrad: Mittel – je nach Wetterbedingungen und Ausrüstung
Voraussetzungen: Gute Grundfitness, Orientierungssinn, Trittsicherheit, Hitzeverträglichkeit
Ausrüstung: Sonnenschutz, Wasserfilter oder genügend Wasser, Offline-Karten, Zelt optional


Labels: Ecuador, Küste, Wandern, Manta, Crucita, Outdoor, Südamerika, Trekking, Abenteuer, Reisetagebuch, individuelle Reise

Meta-Beschreibung:
Eine persönliche Wanderung entlang der Pazifikküste Ecuadors: Von Manta nach Crucita in drei Etappen – mit Tipps zur Route, Ausrüstung und authentischen Eindrücken abseits touristischer Pfade.

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