Wandern im Februar: Ruhe, Winterlicht und überraschend viele Möglichkeiten
Wandern ist mehr als nur ein Sport – es ist eine Reise zu sich selbst und in die Natur. Ob du Gipfel erklimmst, durch dichte Wälder streifst oder an glitzernden Seen entlangwanderst: Es wartet pure Freiheit. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt Körper und Geist, und jede Route bietet neue Abenteuer. Von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Bergtouren ist Wandern eine ideale Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln.
Die Ruta del Cares gehört zu den bekanntesten Wanderwegen in Spaniens Gebirgsregion Picos de Europa. Ein schmaler Pfad, tief eingeschnitten in die Berge, links Fels, rechts Abgrund – und irgendwo unten rauscht der Rio Cares. Klingt dramatisch? Ist es irgendwie auch. Aber absolut machbar, wenn man ein bisschen Bergerfahrung und Kondition mitbringt.
Die Route verläuft zwischen Poncebos (Asturien) und Caín (León). Geografisch befinden wir uns mitten im Nationalpark Picos de Europa – einer rauen und gleichzeitig erstaunlich grünen Landschaft. Die Gegend erreicht man meist über Oviedo oder León; von dort führen kurvige Straßen in die Täler. Wer empfindlich auf Serpentinen reagiert: vorher kurz tief durchatmen.
Aktive Wanderer, die schmale Wege und Höhenlage mögen
Leute mit guter Trittsicherheit – Stolperfallen gibt’s genug
Fotofans, die dramatische Landschaften lieben
Familien mit wandererfahrenen Kids – geht, solange niemand Höhenangst hat
Für komplette Anfänger oder Menschen, die auf ausgesetzte Passagen nervös reagieren, kann es unangenehm werden. Der Weg ist nicht technisch schwierig, aber mental beeindruckend… nennen wir es so.
Ein etwa 12 km langer Pfad, der wortwörtlich aus der Felswand geschlagen wurde
Tunnel, Stege, Schotterabschnitte
Wasserkanäle am Wegrand, die früher zur Versorgung gebaut wurden
Abgründe, die man besser nicht überdramatisiert, aber respektiert
Felsformationen, die wirken, als hätte jemand riesige Messerschläge ins Gebirge gesetzt
Was sie nicht ist: ein Spaziergang. Was sie aber ist: eine der eindrucksvollsten, aber dennoch relativ zugänglichen Bergwanderungen Spaniens.
Die meisten starten in Poncebos und wandern nach Caín – und dasselbe wieder zurück. Insgesamt sind das rund 22 bis 24 km hin und zurück. Es gibt auch Shuttle-Angebote, aber die sind saisonabhängig und unregelmäßig.
Start in Poncebos – leichte Steigung, später schmaler Weg.
Ausgesetzte Felspassagen – aber der Pfad ist breiter, als die Fotos oft suggerieren.
Tunnelabschnitte – Stirnlampe ist nicht nötig, Licht fällt genug ein.
Ankunft in Caín – Zeit für Snacks, kalte Getränke, ein bisschen Füße ausschütteln.
Rückweg – mental einfacher, landschaftlich genauso stark.
Plane mindestens 5–7 Stunden ein. Mit Pausen eher mehr.
Kurz gesagt: Frühling und Herbst.
April–Juni: Stabileres Wetter, frisches Grün, nicht überlaufen.
September–Oktober: Angenehme Temperaturen, klare Sicht, weniger Hitze.
Juli–August: Möglich, aber sehr voll. Teilweise fast Stau-Stimmung auf dem Weg.
Winter: Nur bei sehr guten Bedingungen. Glatte Stellen + Schnee = nicht ideal.
Morgens starten lohnt sich. Der Weg füllt sich spätestens ab 10 Uhr spürbar.
Wasser: Mindestens 1,5–2 Liter. Schatten ist Mangelware.
Schuhe: Gute Wander- oder Trail-Schuhe, keine Sneakers.
Schwindelfreiheit: Kein Witz. Links Fels, rechts fällt’s runter.
Wetter-Check: Nebel und Regen machen den Weg rutschig.
Parken: Früh da sein, Parkplätze sind knapp.
Ich habe die Ruta del Cares zum ersten Mal nach einer viel zu kurzen Nacht in Arenas de Cabrales gewandert. Fehler. Kaffee hat’s gerettet. Die ersten Kilometer erinnere ich mich vor allem an das Geräusch meiner eigenen Schritte – und daran, wie ich mich fragte, ob die Fotos nicht übertrieben hätten (haben sie nicht).
Ein Moment blieb hängen: Ein älteres Paar, gemütlich schlendernd, völlig unbeeindruckt von der Höhe. Ich daneben – leicht angespannt, aber fasziniert. Uns trennte vielleicht ein Altersunterschied von 30 Jahren und ungefähr null Prozent Unterschied in Entdeckerfreude. Irgendwie motivierend.
Auf dem Rückweg war es dann einfacher. Man weiß, worauf man sich einlässt. Und man genießt es anders: ein bisschen ruhiger, ein bisschen bewusster.
Mittel. Kondition sollte vorhanden sein, und Schwindelfreiheit hilft enorm.
Ja, aber nur mit älteren, wandererfahrenen Kindern. Nicht mit Kleinkindern.
Basics reichen: gute Schuhe, Wasser, Snacks, Sonnenschutz. Keine technische Ausrüstung nötig.
In Caín ja, in Poncebos teilweise auch – entlang der Strecke jedoch nicht.
Ja. Viele. Der Weg ist aber ausreichend breit und gut gepflegt.
Nur, wenn der Hund trittsicher, leinenfest und nicht schreckhaft ist.
Sehr gut. Verlaufen ist praktisch ausgeschlossen.
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Die Ruta del Cares in den Picos de Europa: Infos zu Lage, Schwierigkeit, bester Jahreszeit, Tipps und persönliche Eindrücke. Ideal für Wanderfans, die eine spektakuläre, aber gut machbare Tour suchen.